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„Es war an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“

Constantia Flexibles liefert die neue Etikettenausstattung für die Craft Biere der neu gegründeten „Freie Brau Union Bremen“. Wir sprachen mit Prof. Dr. Markus Zeller, Gesellschafter bei der Brauerei.

 

Constantia Flexibles: Seit 2015 brauen Sie in den ehemaligen Räumlichkeiten der „Union Brauerei Bremen“ unter dem neuen Namen „Freie Brau Union Bremen“ wieder verschiedene Biersorten. Erläutern Sie uns die Entstehungsgeschichte?


Markus Zeller: Nachdem im Gebäude der „alten“ Union Brauerei fast 50 Jahre kein Bier mehr gebraut wurde, haben wir die Geschichte der Union Brauerei seit Ende 2015 weiter geschrieben: Am 28. September 2015 wurde das neue 20 hl Sudhaus genau dort eingebaut, wo auch früher das alte Sudhaus stand. Am 18.11. wurde das erste Mal wieder gebraut. Es war an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen – Bremen war reif für eine zu 100% regionale Brauerei.


Mit unserem neuen Brauereinamen knüpfen wir einerseits an die Tradition der Union Brauerei an, in deren wunderschönen historischen Gebäuden wir uns angesiedelt haben - gleichzeitig wollen wir als „Freie Brauerei“ unsere Bindung an die Freie Hansestadt Bremen dokumentieren. Frei - im Sinne von unabhängig - ist darüber hinaus ein Kennzeichen für eine inhabergeführte Craft Bier Brauerei.

Constantia Flexibles: Stichwort Craft Brauerei – wo liegt hier der Unterschied zu einer herkömmlichen Brauerei?


Markus Zeller:
Einfach ausgedrückt ist Craft Beer handwerklich (craft) gebrautes Bier (beer), das in kleinen Mengen und unabhängig von Konzernen gebraut wird..


Etwa seit den 1970er Jahren hat sich in Nordamerika Trend zum Craft Bier entwickelt. In Deutschland zeichnet sich ein solcher Trend ebenfalls seit einigen Jahren ab, allerdings sind kleine Brauereien traditionell schon weiter verbreitet als in den meisten anderen Erdteilen.


Aber mal abgesehen von „klein und unabhängig“ bedeutet handwerkliches Brauen jedoch viel mehr. Nämlich Liebe und Leidenschaft – für die Idee, den Brauprozess und für die eigene Kreation. Craft Bier hat seinen eigenen, ungewöhnlichen Aromen - historische Biersorten werden teilweise neu interpretiert und mit besonderen Zutaten und Rezepturen eingeführt. Wir kombinieren bereits jetzt jeweils über 10 Hopfen- und Malzsorten.

Constantia Flexibles: Craft Biere fallen im Regal ja allein schon durch ihre außergewöhnliche, ansprechende und kreative Gestaltung auf. Wie war der Prozess von der ersten Idee bis zum schlussendlichen Design der Flaschen?


Markus Zeller: Das war ein recht aufwändiger Prozess, für den wir uns auch Zeit genommen haben. Das Ziel war, dass wir die Tradition aufgreifen und modern interpretieren. Die von uns beauftragte Agentur Closer aus Bremen machte sich zunächst zur Aufgabe, unserer Marke eine einheitliche Designklammer zu geben, um die Wiedererkennbarkeit sicherzustellen. Letztlich sind aus diesem Prozess 2 Marken entstanden: Die Freie Brau Union Bremen als Unternehmensmarke BREMER als Produktmarke. Je stärker wir die Herkunft Bremen dokumentierten, desto besser gefielen uns die Entwicklungen. Insofern war uns wichtig, dass die Designsprache klar die Marke „Bremer“ kommuniziert.

Wir haben insgesamt zunächst mit sechs verschiedenen Sorten an Craft Bier begonnen: Keller Pils, Rotbier, Weißbier, Pale Ale, Porter und Hanseat 2.0. Diese werden in 3 verschiedene Flaschengrößen und –formen abgefüllt. – das war schon eine besondere Herausforderung. Das Logo wurde bei allen Sorten einheitlich und prägnant auf die unterschiedlichen Labelformate platziert. Die Differenzierung der Flaschen erfolgt über eine einfache visuelle Informationsebene.


Die Rückenetiketten beinhalten eine übersichtliche Aufzählung der wichtigsten Produkteigenschaften und unterstützen im unteren Bereich nochmals die visuelle Produktkommunikation. Bereits nach 4 Wochen kann die 7. Sorte dazu: BREMER Eiswett Bier. Für zukünftige Sorten, die im Geschmacksprofil noch etwas spitzer werden, bietet unsere rechteckige Grundform des Etiketts noch viele Designoptionen, bei denen möglicherweise die traditionellen Elemente etwas in den Hintergrund treten werden.

Constantia Flexibles: Constantia Flexibles wurde mit dem Druck der Craft Bier Etiketten beauftragt – was war Ihnen hier bei der Zusammenarbeit wichtig?


Markus Zeller: Wichtig war uns, dass wir mit Constantia von Anfang einen Partner gefunden haben, der das Potential unseres Projektes erkannt hat. Uns ist klar, dass wir gerade in den ersten Monaten eine intensive Betreuung eingefordert haben, die zunächst noch nicht durch den Umsatz mit uns zu rechtfertigen war. Und natürlich gibt es bei einer Brauerei die bei 0hl startet kurzfristige Änderungs- oder auch Nachdruckwünsche. Da wir in den ersten Wochen im positiven Sinne geradezu überrannt wurden, ist ein Partner überlebenswichtig, der dafür Verständnis hat und Lösungen sucht. Und: Die Qualität der Etiketten war von Anfang an top. Ich bin davon überzeugt, dass beide Seiten von diesem Projekt profitieren können. Ich kann Constantia mit Überzeugung weiterempfehlen. 



Mehr Information: http://brauerei-bremen.de/